Woher kommt das Osterei?

Das Bild zeigt die Ostereier des Kindergottesdienstes im Wolfer Kirchsaal. Foto: Michelle Claus

Man erzählt: Es geschah zu der Zeit des römischen Kaisers Maxentius (reg 28.10.306 - 28.10.312). Er herrschte über Italien und Nordafrika, einige Zeit sogar über Spanien.

Eines Tages kam er nach Ägypten und besuchte die Stadt Alexandria. Man sagte ihm: »Maxentius, du wolltest doch schon immer einmal eine Auskunft zu diesem Jesus haben, von dem sie landauf, landab reden? Hier in Alexandria lebt eine Königstochter, die heißt Katharina. Sie nennt sich eine Christin. Sie kennt ganz viele von diesen Jesusgeschichten. Vielleicht kannst du von ihr mehr erfahren.«

Kaiser Maxentius ließ sich das nicht zweimal sagen. Er lud Katharina auf sein Schloss ein. Als sie zu ihm kam, sagte der Kaiser: »Bitte erzähl mir von Jesus.« Katharina erfüllte diesen Wunsch sher gerne. Sie erzählte und erzählte und erzählte. Sie kannte sich wirklich aus mit dem, was Jesus gesagt und getan hatte.

Die Höflinge des Kaisers staunten: Wie gespannt der Kaiser zuhörte! wie er nachfragte und nachhakte und immer noch mehr erfahren wollte! So hatten sie ihn noch nie gesehen! Dem Kaiser Maxentius gefiel es ganz offenkundig, was Jesus unter den Menschen getan hatte… Und dabei hatte Maxentius doch die Christen verfolgt. Viele waren auf sein Befehl getötet worden.

Dann erzählte Katharina von der Kreuzigung Jesu. Wie man ihn begraben hatte. Dass er von den Toten auferstanden sei und – – da lachte Kaiser Maxentius laut auf. »Katharina, bitte entschuldige, aber ist das ist unfassbar, einfach unglaublich! Wie soll denn das gehen, dass einer von den Toten aufersteht? Kannst du etwas aus Leben aus einem Stein erwecken? Wenn du das kannst, dann will ich dir das mit der Auferstehung glauben!«

Katharina dachte lange darüber nach. Dann ging sie zu einem Bauern, den sie kannte. Dem kaufte sie ein schönes, großes Entenei ab. Das war beinahe ausgebrütet.

Tags darauf stand sie wieder im Palast des Kaisers. Der begrüßte sie mit den Worten: »Hallo Katharina! Willst du mich doch noch überzeugen? Willst du heute, hier und jetzt aus einem Stein neues Leben erwecken?« Katharina hielt ihm das Entenei entgegen. Just in dem Augenblick bekam die Schale Risse. Das Entenküken riss einen Spalt in die Schale. Erst ungläubig, dann voller Staunen sah Maxentius zu, wie das kleine Tier aus dem Ei schlüpfte.

Der Kaiser war mit einmal sehr, sehr still. So ratlos hatte man ihn selten gesehen. Er schwieg lange, als müsste er erst einmal nachdenken, wie er sich verhalten sollte. Dann blickte er Katharina an. Sein Gesicht war ein einziges großes Fragezeichen.

Katharina sagte: »Sieht aus wie tot. Und doch entsteht neues Leben.« Man sagt: So ist Ei zum Osterei geworden als Zeichen, für das, was kein Mensch begreifen kann.

Osterfrühstück

Der Kindergottesdienst der Kirchengemeinde lädt recht herzlich ein zum Frühstück am Ostermorgen! Wir beginnen um 9.30 Uhr mit einem österlichen Morgenlob in der Wolfer Kirche. Danach geht’s in den Kirchsaal, wo wir an den liebevoll geschmückten Tischen Platz nehmen!

  • Ostersonntag, 16. April 2017
    9.30 Uhr
    Kirchsaal Wolf